Die Perserkatzen + Top 5 Kratzbaum Empfehlungen

Größe: mittelgroß Gewicht: die Perserkatze wiegt durchschnittlich zwischen 8 und 10 Kilogramm Körperbau: gedrungen, kurzbeinig mit breitem, runden Kopf Augen: groß und rund Fell: dicht, lang, üppig mit seidiger Textur, volle Nackenkrause, buschiger Schwanz Fellpflege: tägliche Fellpflege ist unabdingbar Charakter: anhänglich, häuslich und sehr verschmust Haltung: sehr pflegeintensive Katze, die gut mit reiner Wohnungshaltung zurecht … Weiterlesen …

Was kennzeichnet eine Langhaarkatze?

  • Langhaarkatzen sind sehr selten, da beide Eltern reinerbig langhaarig sein müssen
  • meist aus der Van-Region stammend
  • Langhaarigkeit ist auf eine natürliche Selektion durch Kälte zurückzuführen

Langhaarkatzen sind eine seltene Katzenrasse, die in der Natur selten vorkommt. Das lange Fell der Katze ist abhängig von einem Gen, das rezessiv vererbt wird.

Das bedeutet, dass ein Kätzchen zwei Langhaar-Gene von seinen Eltern erben muss, um lange Haare zu haben.

Beide Elternteile müssen homozygot für Langhaar sein, um mit ihnen Langhaarrassen züchten zu können.

Obwohl unsere Hauskatzen dieses Gen auch in der fernen Vergangenheit geerbt haben, konnte es aufgrund seiner rezessiven Natur nicht lange überdauern.

In fast allen Regionen der Welt leben nur kurzhaarige Wildkatzenrassen – mit Ausnahme der Katzen der Van-Region, die in den östlichen türkischen, nordwestlichen und kaukasischen Regionen leben.

Wissenschaftler vermuten, dass das lange Fell darauf zurückzuführen ist, dass die bitterkalten Winter einfach die Selektion übernommen haben und die Katzen mit dem dicken und gut isolierenden Fell die besten Überlebenschancen hatten.

Woher kamen unsere Langhaarkatzen?

Einige Langhaarkatzen kamen im 16. Jahrhundert nach Europa und gelangten später von hier aus nach England. Diese Katzen wurden sehr bald als sogenannte "russische" oder "französische" Katzen und später als "Perser" oder einfach "Angora"-Katzen bekannt.

Die Perserkatzen, die wir heute kennen, hießen in England ursprünglich einfach „Longhair“ und die Angorakatzen hießen eine Zeit lang „Orientalisches Langhaar“.

Weiter nördlich entwickelten sich einige weitere Langhaar-Katzenrassen. Zu diesen Rassen gehörten die Maine Coon in Nordamerika, die Norwegische Waldkatze und die Sibirische Katze, die heute halblanghaarige Katzen sind.

Es ist durchaus möglich, dass sich diese Rassen aus den zuvor aus Europa eingetroffenen Rassen entwickelt haben.

Wie sieht ein langhaariges Katzenfell im Aufbau aus?

Bei Langhaarkatzen sind sowohl die Deckhaare als auch die Unterwolle sehr lang und auch sehr dicht.

Die Maine Coon, die Norwegische Waldkatze und die Sibirische Katze zählen zu den Halblanghaarkatzen, auch wenn sie sehr langes Fell haben.

Die einzig echte, aber auch die beliebteste und spektakulärste Langhaarkatze ist die Perserkatze.

Bei den Langhaarkatzen ist die Wolle das Tolle!

Das Fell einer Perserkatze ist als Langhaarkatze sehr beeindruckend, hat aber auch einen entscheidenden Nachteil: Es braucht viel Pflege, damit es schön und nicht verfilzt aussieht.

Und eine Perserkatze kommt mit dieser Pracht allein nicht mehr zurecht. Rund 10 % des Tages verbringt eine Katze mit der Fellpflege, und das immer nach dem gleichen Muster: Erst muss das Fell von Staub und Schmutz befreit werden, dann kommt der „Feinschliff“ mit den Pfoten.

Dazu werden sie mit Speichel benetzt und die Katze fährt sich dann mit den Pfoten über Kopf und Gesicht.

Die Zunge einer Katze ist nicht so lang, und das Sprichwort „Katze waschen“ trifft eigentlich nicht auf den Menschen zu, denn die Katze ist ziemlich gründlich, wenn es um die Reinigung geht – sie befreit sich nicht nur von Schutz und Staub, sondern auch von ungewünschten Gerüchen.

In der Natur würden diese sonst größere Raubtiere anlocken. Die wahrlich imposante Haarpracht der Perser braucht dringend die unterstützende Pflege des Menschen.

Es muss regelmäßig gebürstet und gekämmt werden, damit die Haarmassen nicht verfilzen. Ideal ist es, wenn Sie Ihre Perserkatze bereits im Babyalter an diese Prozedur gewöhnen, damit sie später keine Angst vor Kamm und Bürste hat.

Haben Langhaarkatzen wirklich einen speziellen Charakter?

Perserkatzen sind dafür bekannt, sehr ruhige Wohnungskatzen zu sein. Von ihnen würde man kaum Wutausbrüche erwarten.

Viele Perserkatzen-Aussteller rasieren ihre Tiere am Ende der Saison, und da sind sie – plötzlich werden sie munterer und viel wacher.

Man kann also nicht sagen, dass ihre Gemütlichkeit eine Charaktereigenschaft ist.

Wer für seine Perser einen Kratzbaum kaufen möchte, muss allerdings noch bedenken, dass dieser extrem standfest sein muss, denn Perserkatzen sind zwar kein Temperamentbündel, aber sehr schwere Katzen.

Wenn dieses Gewicht auf einem Kratzbaum landet, sollte er das gut aushalten können.

Welches Pflegegerät sollte ich für eine solche langhaarige Schöne bereithalten?

Außer einer sehr sanften Katzenbürste benötigen die großen und langhaarigen Perserkatzen noch eine spezielle Fellpflegebürste mit ihrem ganz praktischen Nutzen: Durch ihre spezielle Konstruktion dringen sie tief in die Masse der Deckhaare ein und lockern so die Unterwolle, die das lose Haar dann spielend freigibt. Nur in seltenen Fällen muss eine Katze überhaupt gebadet werden und das gilt selbstverständlich auch für eine Langhaarkatze. Ein Trockenshampoo leistet ebenso gute Dienste, denn es entspricht dem am besten, was eine Katze in der Natur für die Reinigung benutzt: Trockenen Sand oder sandige Erde. Katzen wälzen sich gerne im Sand, um starke Verunreinigungen zu entfernen.

Nachgefragt: Warum tränen Perserkatzen oft die Augen?

Eigentlich sind tränende Augen nicht typisch für die langhaarige Katze an sich, haben mit dem Langhaar-Gen also gar nichts zu tun. Das Problem der tränenden Augen bei der Perserkatze ist eher durch die Zucht entstanden, bei der das Gesicht der Perserchen immer rundlicher und kürzer wurde. So wollten die Züchter dem begehrten „Kindchenschema“ Rechnung tragen, das die Katzen so niedlich aussehen ließ. Durch die platter gewordene Nase allerdings werden die Tränenkanäle oft so eng, dass die Tränenflüssigkeit durch sie nicht abfließen kann und dem Perserchen kommen im wahrsten Sinne des Wortes die Tränen. So sieht man vor allem bei den hellen Persern sehr oft gelbliche Spuren im Gesicht unter den Augen. Hier muss man dringend auf die tägliche Augenpflege achten, die man am besten mit einem feuchten Wattepad durchführt. Im Handel allerdings finden sich auch schonende, medizinisch getestete Lösungen, die die Vergilbungen oder mögliche Verkrustungen schonend anlösen und entfernen.

Wie züchtet man denn nun eine dieser begehrten Langhaarkatzen?

Hier muss man einen Blick auf die Genetik der Katzen und ihrer Auswirkung auf das Katzenfell werfen: Genetisch gesehen gibt es nur Katzen mit kurzem und mit langem Fell. Es hängt wie schon gesagt von den Genen ab, ob eine Katze kurz- oder langhaarig geboren wird. Je ein Elternteil vererbt ihr hierzu je ein Gen, das die Haarlänge bestimmt. Und dieses Gen kann dominant oder rezessiv sein: Ein dominantes Gen wird man als Abbild immer in der Erscheinung eines Lebewesens erkennen können. Ist ein Gen allerdings rezessiv, wird man das Ergebnis nur dann sehen können, wenn beide Elternteile genau dieses Gen an ihren Nachkommen weitergeben. Kurzhaarigkeit wird dominant vererbt und das bedeutet, dass nur ein Gen erforderlich ist, damit eine Katze ein kurzes Fell erhält. Langhaarigkeit ist rezessiv vererbt und bedingt zu ihrer Sichtbarkeit genau zwei Gene, damit ein langhaariges Kätzchen geboren wird. Das bedeutet aber auch, dass man einer kurzhaarigen Rassevertreterin nicht ansehen kann, ob sie reinerbig mit zwei Genen für Kurzhaarigkeit oder mischerbig mit je einem Gen für Kurz- und einem für Langhaarigkeit geboren ist.

Ein Merksatz für die Katzenzucht:

Verpaart man also zwei Langhaarkatzen miteinander, wird niemals ein Kurzhaarkitten im Wurf zu finden sein, denn beide Elterntiere können nur reinerbig langhaarig sein. Anders sieht es bei kurzhaarigen Elterntieren aus: Hier können sowohl kurz- als auch langhaarige Kitten in einem Wurf fallen, wenn beide Elterntiere mischerbig kurzhaarig sind. Katzenzucht ist also tatsächlich eine Wissenschaft für sich.

Wie sieht nun unser Fazit zu den Langhaarkatzen aus?

Wenn man es ganz genau nimmt, gibt es genetisch gesehen nur kurz- und langhaarige Katzen und keine „halblanghaarigen“. Das ist allein eine züchterische Unterteilung hinsichtlich der Länge des Fells.

Die Züchter lassen streng genommen nur die Perserkatzen als Vertreter der Langhaarrassen gelten ebenso wie die Angorakatzen und damit wird eine Aufzählung der langhaarigen Katzenrassen doch recht überschaubar: