Phantomschmerz bei Katzen

    • Lesetipp

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    • Phantomschmerz bei Katzen

      Das Krankheitsbild „Phantomschmerz“ bei Katzen ist leider bisher nur unzureichend erforscht worden. Zum einen liegt das daran, dass das Schmerzempfinden unserer Stubentiger sich grundlegend von dem des Menschen unterscheidet, außerdem kann sich die Katze nicht verbal zu ihren eventuell vorhandenen Schmerzen äußern. Somit bleibt der Phantomschmerz rätselhaft. Doch wenn der Mensch derartige Schmerzen fühlen kann, ist die Annahme berechtigt, dass auch Katzen und Hunde unter Phantomschmerzen leiden können. 50 – 80 % der Menschen leiden unter Phantomempfindungen, wovon viele schmerzhafter Natur sind. Warum sollten wir also denken, dass es bei anderen Säugetieren mit dem Phantomschmerz anders bestellt sei?



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      Was ist Phantomschmerz?

      Im menschlichen Bereich versteht man darunter, dass nach einem Verlust eines Körperteiles ein Schmerzempfinden verbleibt oder wiederauftritt. Der Körper signalisiert dem Gehirn, dass die amputierte Gliedmaße einen starken Schmerz aussendet, obwohl dies physisch gar nicht möglich ist. Das amputierte Glied kann sich heiß, kalt oder brennend anfühlen, aber auch so, als ob der nicht vorhandene Körperteil in einer schmerzhaften verdrehten Position liegt. Auch das Gefühl von starkem Juckreiz, Kribbeln oder einer Quetschung wird häufig beobachtet.

      Das Schmerzgedächtnis

      Tritt ein Schmerz chronisch auf, kann dies dazu führen, dass er auch dann ans Gehirn geleitet wird, wenn der Auslöser des Schmerzes schon lange verschwunden ist. Diese Art des Schmerzes dient nun nicht mehr dazu, den Körper auf Verletzungen hinzuweisen, sondern ist nur noch eine Belastung. Er ist andauernder Natur und verschwindet nicht mehr, da er nur noch auf eine „Fehlfunktion“ der Nervenbahnen zurückzuführen ist, nicht mehr auf den Verletzungsherd selbst, welcher ja nicht mehr vorhanden ist. Je länger die Schmerzen anhalten, desto schlimmer wird der Schmerz und bildet sich zu einem chronischen Krankheitsbild aus. Wie stark die Katze dadurch beeinträchtigt wird, ist nicht ermittelbar, grundsätzlich kann man jedoch davon ausgehen, dass eine Katze nach einer Amputation dieselben Phantomschmerzen fühlen kann wie ein Mensch in einer vergleichbaren Situation.
      Chronische Erkrankungen können durch Stress oder Angst verstärkt werden, also ist es von absoluter Wichtigkeit, seiner Katze lange Zeit nach einer OP ein stressfreies Umfeld zu bieten.

      Wie kann ich feststellen, ob meine Katze nach der OP Schmerzen hat?

      Katzen sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen, da ihnen dies die Natur vorgibt. Es gibt jedoch einige Indikatoren, nach welchen ermittelt werden kann, ob die Fellnase leidet. Leider kann nicht viel über die Intensität des Schmerzes gesagt werden, da jede Katze eine andere Schmerztoleranzgrenze hat. Worunter die eine leidet, das entlockt einer anderen nur ein müdes Schnurren. Schmerzen sollten jedoch unbedingt gut beobachtet werden, um die Katze nicht unnötig leiden zu lassen und schnellstmöglich eine Behandlung einzuleiten.
      Folgende Verhaltensweisen zeugen von Schmerzen:
      Empfindlichkeit bei Berührungen, daraus resultierende Abwehr und Aggressionshaltung, der Kopf ist eingezogen oder die Katze kauert geduckt in einer Ecke. Sie putzt sich nicht mehr ausreichend und wirkt teilnahmslos und apathisch, spielt und frisst nicht mehr. Eventuell kann man Anzeichen dafür erkennen, dass sie ihre Körperhaltung verändert oder die schmerzende Stelle leckt oder beißt, um einem Schmerz entgegenzuwirken. Zusammengekniffene Augen mit einer „Zornesfalte“ sind das Pendent zu unserem schmerzverzerrten Gesicht.

      Phantomschmerzen behandeln

      Wird der Schmerz nach einer großen Verletzung schnell ausgeschaltet, möglichst schon Tage vor dem eigentlichen Eingriff, ist die Gefahr eines später entstehenden Phantomschmerzes wesentlich geringer. Da jedoch häufig, besonders nach Unfällen, eine Notoperation nötig ist, kann eine tagelange Verabreichung von Schmerzmedikamenten nicht erfolgen.
      Tierärztliche Berufsverbände arbeiten daran, eine Richtlinie zur Schmerzbekämpfung nach einschneidenden OP´s bei Tierärzten durchzusetzen, nach der Schmerzen bei tierischen Patienten so behandelt werden, wie es bei menschlichen Patienten üblich ist.
      Generell ist ein Gespräch mit dem Tierarzt anzustreben. Dieser sollte den Ernst der Lage erkennen und das Schmerzempfinden des Stubentigers nicht unterschätzen. Tut er dies, dann ist er kein Tierarzt des Vertrauens, denn dieser wird eine hilfreiche Schmerzbehandlung der Katze nicht nur anraten, sondern auch mit allen Mitteln durchzusetzen versuchen.

      Es gibt Erkrankungen, die eine Amputation nötig machen.
      Mir ist durchaus bewusst ist, dass Katzen von Natur aus Bewegungskünstler sind, sich sehr schnell an das Fehlen einer Gliedmaße gewöhnen, eine Amputation im Allgemeinen sehr gut kompensieren, da ihr Instinkt auf " Überleben" ausgerichtet ist. Sie arrangieren sich mit der tatsächlichen Mobilität. Dennoch die Frage nach dem Phantomschmerz. Ein Schmerz, der dem Gehirn gemeldet wird, wobei das betreffende Körperteil nicht mehr vorhanden ist.

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      Wie verhält es sich bei der Katze? Was meint ihr?
      Liebe Grüße, Chri­stiane


    • Oh ,das ist ein schwieriges Thema :(
      Wie du ja schreibst Christiane ,beim Mensch ist der Phantomschmerz
      nach einer Amputation bekannt !!
      Aber wie könnte das bei Katzen sein ???
      Ich geh mal von anderen Schmerzen einer Katze aus ,sie hat ,das
      Ist erforscht,ein starkes Schmerzempfinden in den Zähnen ,genauso
      wohl im Bauchraum und in den Gelenken !!
      Was sie vom Mensch unterscheidet ist ihr Verhalten bei Schmerzen !
      Sie verhält sich still ,ruhig ,unauffällig !! Es ist ihr einziger Schutz
      gegenüber Feinden ihren momentanen schlechten Zustand nicht
      zu zeigen !
      Allerdings wird auch berichtet ,das Katzen vor Schmerz schrecklich
      Geschrien haben !! Ich denk ,daß es sich da aber um für uns unvorstellbar
      schlimme Schmerzen handeln muß !
      Nach all dem was ich hier geschrieben habe und in deinem Thread steht
      Liebe Christiane ,bin ich überzeugt ,das auch Katzen nach einer Amputation
      Den Phantomschmerz kennen ,es sich aber so wie üblich bei Schmerz ,nicht
      anmerken lassen !!
      Vielleicht kam uns Alex/ mondenschein etwas dazu schreiben ,ihr Gizmoh ist ,
      soweit ich weiß ,hier der einzige Kater mit einem Amputierten Fußerl !


      Liebe Grüße Renate
      mit Nuri
    • Hi ihr Lieben,

      ja, Gizmoh ist mein kleiner Dreibein. Also ich bin überzeugt davon, dass Phantomschmerz bei Katzen definitiv vorkommt.

      Wenn man das nachliest, dann hat der Mensch auch Phantomempfindungen, also dass das Bein/der Arm noch dran ist und bewegt wird. Ich beobachte Gizmoh öfters, dass er versucht, sich mit seinem nicht vorhandenen Bein hinterm Ohr zu kratzen (wobei ich ihm dann auch behilflich bin, versteht sich). Und auch wenn er irgendwo raufspringt, kann es vorkommen, dass er mit seinem nichtvorhandenen Schinken nachfassen will und einen Bauchklatscher hinlegt.

      Wenn er also nun sein Bein "spürt", wie es den Anschein hat, warum sollte er dann nicht auch Schmerzen empfinden können. Also ich glaube, er hatte anfangs starke Schmerzen, neben der leichten Verknöcherung meinte auch der TA auf Lanzarote, dass das eventuell möglich sei. Aber im Laufe der Zeit habe ich immer weniger das Gefühl, dass er sein Bein oder den Schwanz auf schmerzhafte Weise spürt. Gott sei Dank!

      Auch wie Christiane schrieb, setzt sich eine Organisation für die gleiche Schmerzbehandlung bei Katzen wie beim Menschen ein. Das alleine sagt auch schon Einiges aus.

      So, das war mein Beitrag zu dem hochinteressanten Thema. Ich hoffe, ich konnte mit meiner Erfahrung etwas helfen.

      LG an alle
      Alx und die Rasselbande

      :winke
    • Von meiner TÄ kenne ich die 2 Dreibein Katzen Leo und Kasimir .
      Bei Leo sieht es auch manchmal so aus als ob er sich mit dem nicht vorhandenem
      Bein hinter dem Ohr kratzen will.
      Ich habe Elke darauf angesprochen und sie sagte auch das sie ihn dann hinter dem Ohr
      kratzt. Auch wenn er springt denkt er manchmal nicht daran das ihm sein Hinterbein
      fehlt und plumpst dann hin.

      Bei Kasimir habe ich das noch nie bemerkt der rast und klettert überall hoch als ob er
      noch alle 4 Beinchen hätte.

      Dazu muß ich sagen das Leo 8 Jahre alt ist und einige Pfunde zu viel drauf hat,
      wogegen Kasi 3 Jahre ist und ein ganz schlanker Kater ist.


      Liebe Grüße Claudia
    • Über "Phantomschmerz" kann ich auch nichts berichten, aber bei Maunzi, der ja eine Zehe amputiert wurde (Vorderbein), habe ich manchmal so den Eindruck, dass sie "vergisst", dass die Zehe fehlt. Sie plumpst noch immer recht grobmotorisch herunter. Ich glaube nicht, dass sie Schmerzen an der Pfote hat, da ich sie dort streicheln kann, ohne, dass sie die Pfote zurückzieht (insofern ich es nicht zu lang am Stück mache, was Katzen ja generell nicht so mögen). Und, als ich neulich mal mit ihr spielte und ihr ein zusammengeknülltes Stück Papier vor die Pfoten warf, hat sie ganz vorsichtig danach gepfötelt und musste genauer "zielen". Aber vielleicht legt sich das ja noch. Ich gehe also von einem "Phantomempfinden" aus.
      „Ein Tierfreund zu sein gehört zu den größten seelischen Reichtümern des Lebens.“ Richard Wagner
    • . Von meiner TÄ kenne ich die 2 Dreibein Katzen Leo und Kasimir .
      Bei Leo sieht es auch manchmal so aus als ob er sich mit dem nicht vorhandenem
      Bein hinter dem Ohr kratzen will.


      Claudi das zeigt doch eindeutig ,das Leo sein nicht vorhandenes Bein spürt !
      Kasimir aber wohl nicht !! Aber wenn er es als vorhanden spürt ,könnte er
      auch Phantomschmerzen empfinden :what
      Es wurde auch beim Mensch festgestellt ,das nicht jeder Betroffene
      gleich stark ,ja manche gar nicht unter Phantomschmerzen leiden !
      Da könnte ich mir vorstellen ,daß es bei Maunzern genauso ist !


      Liebe Grüße Renate
      mit Nuri