Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Katzen und Hunden

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln bei Katzen und Hunden

      Das Tierfutter der Industrie erobert den Markt

      Tierliebe ist den Deutschen viel wert. Heimtiere sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.
      2014 gaben die Bundesbürger um die 9,1 Milliarden pro Jahr für Hunde, Katzen und andere Heimtiere wie Hamster oder
      Zierfische aus, somit sind die Deutschen weltweite Spitzenreiter.
      Im Vergleich dazu wird für Babynahrung nur ein Drittel ausgegeben. Früher reichte für Katze und Hund eine
      Ernährungsweise aus, die aus Tischresten, Pansen und Wasser bestand. Ebenso machen es sich Hundehalter
      inzwischen einfach und ignorieren die tatsächlichen Bedürfnisse eines Hundes nach Bewegung und Spiel, indem
      sie ihn stattdessen mit Hilfe eines Leckerchen zufrieden stellen möchte. So kommt es, dass die Futterindustrie den
      Trend erfasst und den Handel mit Futtervariationen für die verschiedenen Zielgruppen wie beispielsweise junge
      und alte Katzen und Hunde, Diät- und Diabetiker- Produkte und einiges mehr schlichtweg überschwemmt haben.




      © Urheber pterwort Fotolia.com


      Vitamine und Nährstoffe


      Das Industriefutter ist für den Nährstoff- und Vitaminhaushalt meist nicht ideal abgestimmt. Manche Vitamine
      sind im Futter im Überfluss enthalten, andere kommen zu kurz. Im Blickpunkt der Futterindustrie verbirgt
      sich keinesfalls eine ausgeglichene Ernährung der Vierbeiner. Das A und O ist, dass es ihnen schmeckt und vom
      Herrchen eingekauft wird.
      Nährstoffe bleiben dadurch auf der Strecke. Letzten Endes gerät die Vitaminversorgung des
      Vierbeiners in die Schieflage.
      Oft findet man im Hundefutter zu viel Vitamin A, wo andere Futtersorten nicht ausreichend Phosphor und Calcium
      beinhalten. Zuletzt Genanntes könnte Skelettschäden verursachen und wäre bei Welpen die sich noch im Wachstum befinden fatal. Katzen benötigen für eine ausgewogene Ernährung Phosphor und Calcium für die Blutbildung, den
      Knochenaufbau und das Herz. In mehreren Futtersorten ist der Phosphorbedarf bis um das sechsfache erhöht, was
      zu Problemen mit den Nieren führt. Gesetzlich ist bis heute leider nicht vorgegeben wie hoch der Phosphor- oder Calciumgehalt sein darf.


      Abwechslungsreiche Ernährung

      Sofern beim Tierfutter die Marke und Sorte immer mal wieder variiert, variieren auch die Nährstoffe.
      Bleibt es beim Futter der gleichen Marke und unter Umständen auch der gleichen Sorte, können schnell
      Mangelerscheinungen auftreten, die gesundheitliche Probleme verursachen. Dies sollte man generell
      umgehen. Leiden Hunde oder Katze an einer Erkrankung, oder erwartet die Katze bald Junge, können bei den
      Vierbeinern Nahrungsergänzungsmittel hilfreich eingesetzt werden. Sie wurden mit Wirk- und Nährstoffen
      angereichert, die Hund und Katze durch einen überdurchschnittlichen Stoffwechsel, oder bei Nervosität
      ausreichend versorgt.


      Gesetzliche Definition von Nahrungsergänzungsmitteln

      Ein Nahrungsergänzungsmittel ist nicht als Arzneimittel zu verstehen. Sie sind gesetzlich deklariert die Nahrung
      zu ergänzen. Das ist mit einem Konzentrat aus Nährstoffen, oder weiteren ernährungsbedingten
      Stoffen denkbar und werden zum Beispiel als Pillen, Pastillen, Tabletten, Pulver, Kapseln oder
      Flüssigkeiten verkauft. Nährstoffe bestehen aus Spurenelementen, Mineralstoffe und Vitaminen.


      Nahrungsergänzungsmittel sind nicht als Arzneimittel zu interpretieren.

      Nahrungsergänzungsmittel sind ohne Nebenwirkungen, ansonsten würden sie unter das Arzneimittelgesetz fallen und wären
      keine Nahrungsergänzungsmittel mehr.

      Es gibt bislang keine gesetzliche Vorgabe in Bezug auf die erlaubten Höchstmengen der Nährstoffe oder
      anderen Stoffe, die bei ständig erhöhter Dosierung eine negative Reaktion des Körpers hervorrufen
      könnte. Andere Inhaltsstoffe sind wirklich bloß lebensmittelrechtliche Nährstoffe aus dem Lebensmittel-
      und Futtermittelgesetzbuch (LFGB). Bei nicht ordnungsgemäßer Anwendung der Nahrungsergänzungsmittel
      wäre beispielsweise eine Überdosierung des Vitamin A möglich.


      Benötigen Katzen und Hunde Nahrungsergänzungsmittel?

      Sofern Hunde und Katzen sich gesundheitlich in gutem Zustand befinden und eine ausgewogene
      Ernährung genießen, ist eine ergänzende Verabreichung von Ernährungsergänzungsmitteln keinesfalls
      erforderlich.
      Ersatz für fehlende Nährstoffe bieten Nahrungsmittel bei einer einseitigen Ernährung jedoch nicht.
      Sobald Katze oder Hund trächtig oder krank ist, ist jedoch eine sinnvolle Nahrungsergänzung
      angebracht.


      Welches Futter ist zu empfehlen?

      Um eine wahrheitsgetreue und neutrale Antwort zu erhalten, welches Futter eine ausgewogene Ernährung bieten
      kann und welche nicht, hat Stiftung Warentest die Futterprodukte unter die Lupe genommen. Zunächst
      wurde festgestellt, dass die Qualität und der Preis des Tierfutters überhaupt nichts miteinander zu tun haben.
      Wer mehr investiert hat keineswegs zwangsläufig auch ein Futter in entsprechend höherer Qualität. Ebenso
      ist festgestellt worden, dass Futterwaren die wirklich alle Erwartungen erfüllen, eher Ausnahmen sind.
      Es empfiehlt sich, etwas genauer auf die Futtermitteletiketten zu schauen, oder sich über die
      Auswertung der Stiftung Warentest genauer zu informieren, damit man einen Überblick über
      empfehlenswerte Produkte erhält.


      Die Lebensqualität von Hund und Katze steigern

      Die Lebensqualität von unseren vierbeinigen Freunden lässt sich durch die richtige Wahl des Futters und einer
      guten Auswahl an Nahrungsergänzungsmitteln in gewissen Lebenssituationen klar und deutlich steigern.
      Wie man es weiter handhabt mit der Ernährung, ob es Sinn macht die Ernährung umzustellen und ob
      Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll wären, ist optimalerweise mit dem Tierarzt zu besprechen.

      Ebenso informieren bei anderen Hunde- und Katzenhaltern, das Internet bietet hier viele
      Möglichkeiten. Über diesen Weg finden man eine Grundlage dafür, die Ernährungsweise für den kleinen Liebling ideal zu gestalten.



      © Urheber alho007 Fotolia.com


      Was man umgehend tun kann

      Was ebenfalls völlig ohne Tierarzt und tieferer Recherche für den Liebling zu machen wäre, ist für eine
      abwechslungsreiche Vergabe des Futters zu sorgen. In keiner Weise ist damit nur die Tiernahrung der
      Futterindustrie gemeint.
      Z. B. selbst zubereitetes Futter drei mal die Woche zu verfüttern. Fleisch oder Gemüse ist genau die richtige
      Wahl für Hund oder Katze. Für die Katze kann man das Futter praktischerweise durch den Fleischwolf drehen.
      Beim Metzger bekommt man für wenig Geld die passenden Futterzutaten, ebenfalls Knochen und
      Pansen. Es ist auf eine eiweißreiche Ernährungsweise zu achten, vor allem auf tierisches Eiweiß. Die pflanzliche
      Variante ist weniger gut verdaulich.
      Liebe Grüße, Christiane


    • liebe Christiane , danke fürs einstellen dieses ausführlichen Artikels
      in dem sehr viel Wissenswertes angesprochen wird ! :Love

      Ich denke , es liegt oft an unseren "mäkeligen " Fellnäschen wenn wir sie
      zu einseitig Ernähren und nicht auf gesunde zusammensetzung des Futters
      achten !!

      Aber bemühen wird sich jeder der ein Verantwortunsbewußtsein für die Gesundheit
      seiner Miez hat :Kätzchen
      gut finde ich ,daß inzwischen ,(gegenüber früher) doch einiges Ernährungswissenschaftlich
      über Katzen bekannt ist und in der Nahrungsindustrie wenigstens teilweise
      umgesetzt wird !

      Aber eins frag ich mich doch öfter wenn ich die Futterzusätze lese
      question was soll Kürbis und ähnliches Gemüse im Katzenfutter ???
      Kürbis steht auch nicht auf dem Mäusespeiseplan .. dagegen Getreide an Erster Stelle, doch
      Getreide sollten unsere Katzen eigendlich nicht bekommen ..
      .. wiederspricht sich manches * seufz* :345


      Liebe Grüße Renate
      mit Nuri