…Schwänzchen in die Höh

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    • …Schwänzchen in die Höh

      Die Körpersprache ist bei Katzen sehr stark ausgeprägt, und mit einigen Tipps ist es jedem Katzenhalter möglich, die Stimmung seines Haustieres leicht erkennen zu können. Kratzbürstig oder schmusebedürftig, oft hilft ein bisschen Beobachten herauszufinden, wie die Katze gerade tickt. Besonders Hunde, deren Körpersignale, speziell die Bewegungen des Schwanzes, absolut anders funktioniert wie bei Katzen, haben unter den Fremdsprachenproblemen zu leiden. Nicht selten sieht man, wie sich ein Hund freudewedelnd einer ebenso wedelnden Katze nähert und dann durch vehementes Knurren, Fauchen und sogar heftigen Attacken bitter enttäuscht wird.


      Die Kommunikation

      Katzen kommunizieren nicht nur mit ihren Artgenossen, sondern auch mit uns Menschen. Unter den Tieren selbst ist der Katzenschwanz weithin sichtbar und zeigt dem Gegenüber schnell, was Sache ist. Katzen kennen die Signale von Geburt an und richten sich danach, um Freunde zu finden oder Krawallen aus dem Weg zu gehen.


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      Fass mich nicht an! Schau mich nicht einmal an!

      Unwissende glauben, dass der gesenkte Schwanz eine ruhige und gelassene Katze widerspiegelt. Das mag wohl sein, doch auf das Detail kommt es an: die Spitze des Katzenschwanzes. Zuckt diese wie wild hin und her, ist Vorsicht geboten. Die Katze ist aufgeregt und in Jagdstimmung, die sie sich nicht vermiesen lässt. Finger weg, denn sonst zeigt die Samtpfote ihre äußerst scharfen Krallen!
      Auch eine scheinbar schlummernde und zusammengekauerte Katze birgt ein gewisses Risikopotential, wenn sich die Schwanzspitze nach links und rechts bewegt. Sie lauert, wohl wissend, dass das Objekt ihrer Begierde nahe ist. Je stärker sie mit dem Schwanz schlägt, desto näher ist sein Gegner dem sicheren Tod – zumindest, wenn es sich dabei um eine Maus handelt. Die Hand des Herrchens ist ihr aber genauso recht. Selber schuld, wer die Vorzeichen nicht kennt oder ignoriert. Letzterem seien die blutigen Spuren an der Hand gegönnt.
      Ein puscheliger Schwanz mag zwar niedlich sein, aber bei kurzhaarigen Rassen definitiv ein Zeichen, dass etwas nicht stimmt. Besonders dann, wenn der Schwanz dabei steil nach oben zeigt. Hier ist allerhöchste Vorsicht angebracht, denn diese Mieze hat mit einem Flauscheball nichts mehr gemeinsam. Sie ist höchst verärgert und wird sich, sofern sich ihr die Gelegenheit bietet, sofort und unter Einsatz aller Waffen, auf den nächsten Kandidaten stürzen. Am besten ist es, selbst den Blick zu senken und sich langsam und leise, wenn möglich rückwärts und unter ständigen Verbeugungen und um Vergebung heischend vom Acker zu machen.


      Komm her und schmuse mit mir, herzallerliebster Futterknecht!

      Hoch aufgerichtete Schwänzchen, die in einem Fragezeichen zum Körper hin enden, signalisieren Mensch und Artgenossen, sich unbedingt und so schnell wie möglich zu nähern, um Körperkontakt herzustellen und Freunde zu werden. Kommt sie auch noch auf den Gegenüber zu, fällt es schwer, dem zu widerstehen.
      Selbst wenn der Schwanz vibriert und bebt, steht einer regen Kontaktaufnahme nichts entgegen. Der Stubentiger ist nicht nur freudig, sondern auch erregt und sehnt sich nach Zuneigung und Streicheleinheiten. Allerdings sollte man der Katze in diesem Stadium der Spannung wenn nicht mit Vorsicht, so auf jeden Fall mit einer gesunden Portion Respekt begegnen, denn sie ist nicht abgeneigt, das liebevolle Spiel schnell zu einem ausgelassenen und rüden Spaßgerangel werden zu lassen. Allerdings liegt hier der Spaßfaktor eindeutig auf Seiten der Mieze, denn die Krallen sind auch beim wilden Spiel so scharf wie eh und je. Möglicherweise ist es doch keine so gute Idee, die Anspannung der Katze mit Playtime zu verwechseln.
      Liegt der Schwanz ganz nah am Körper, so zeigt das Tierchen seine tiefenentspannte Haltung. So zeigt sie, dass es ihr gut geht und sie ihr Leben genießt. Wer seinen Stubentiger in dieser Situation streichelt, kann zweierlei erfahren: entweder sie genießt weiter und zeigt ihr Wohlbefinden noch stärker, oder sie verzieht sich, um woanders ihre wohlverdiente Ruhe zu haben.


      It´s cool man!

      Ein steifer und gerader Schwanz, der direkt nach oben gerichtet ist wie eine Antenne zeigt an, dass das Tierchen mit sich und der Welt vollkommen im Reinen ist. Sie strotzt nur so vor Selbstvertrauen und Selbstzufriedenheit und strahlt dies auch aus. Jeder darf sehen, wie gelassen der Stubentiger seine Welt inspiziert. Apropos inspizieren: schon mal einen stattlichen Kater gesehen, der gemütlich sein Revier inspiziert? Er trägt, wie John Travolta seine Lederjacke, den Schwanz ganz lässig und biegt zum Zeichen seines Ansehens die Spitze leicht nach oben. Diese coolen Katzen werden Annäherungsversuche vielleicht billigen, doch wird dabei das coole Verhalten schnell noch cooler, nämlich, wenn der Freigänger es vorzieht, sich schlendernd des Weges zu machen, ohne den Näherkommenden überhaupt eines Blickes zu würdigen.


      Panik! Lass mich in Ruhe!

      Hat eine Katze Angst, so kann man das sehr schnell an ihrem eingezogenen Schwanz erkennen. Sie fürchtet sich, fühlt sich eventuell in die Ecke gedrängt und möchte am liebsten unsichtbar werden. Natürlich haben wir Katzenliebhaber genau in dieser Situation das Gefühl, dem armen Tierchen durch Hochheben, Streicheln und leises Zureden zu helfen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Hier ist es durchaus ratsam, dem Stubentiger einige Zeit mit sich selbst zu lassen, ihn nicht zu beachten oder, im Extremfall natürlich viel wichtiger, den Grund seiner Angst zu eliminieren. Handelt es sich hierbei allerdings um die Zweitkatze, so ist nicht diese zu eliminieren, sondern ihr Verhalten zu korrigieren. Nur, damit keine Missverständnisse auftreten.
      Wie auch im Teil „Fass mich nicht an“ beschrieben, puschelt die Katze ihren Schwanz auf, wenn etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Auch bei Angstgefühlen fabriziert eine Mieze schnell mal einen Pfeifenputzer, um sich optisch zu vergrößern und sich so selbstsicherer ihrem Gegner zu stellen. Allerdings ist hier die Schwanzhaltung anders als bei verärgerten Katzen. Der Schwanz ist eher nach unten gebogen, die Spitze kann hier nach oben oder nach unten zeigen. Oft wird der Schwanz auch unter den Körper gezogen. Verängstigte Katzen haben sehr viel mit sich selbst zu bereinigen, sie sollten daher in Ruhe gelassen werden, bis sie sich wieder beruhigt hat.



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      Fazit:

      Nicht immer ist es so einfach, den Stimmungsbarometer der Katze zu interpretieren. Etwas Übung und Achtsamkeit haben aber noch nie geschadet, um gewisse Verhaltensweisen des geliebten Stubentigers besser verstehen zu können. Und manches Mal erspart man sich durch ein bisschen Aufmerksamkeit den ein oder anderen Schmiss.


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      Liebe Grüße, Christiane


    • Ein toller Einstieg zum "Katzenversteher ", Es gibt ja soviel Ausdrucksmöglichkeiten
      mit der uns unsere Plüschis zeigen was sie möchten oder auch nicht !
      Dazu auch die Zeichen wie es ihnen geht und wie sie sich fühlen ! :attencion:

      Danke für den Bericht Christiane :cat:


      Liebe Grüße Renate
      mit Nuri