Insektenstiche bei Katzen

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    • Insektenstiche bei Katzen

      Sommerzeit – schönste Zeit. Doch wer kennt sie nicht, die Angst davor, von Mücken, Bienen oder Wespen gestochen zu werden. Wir Menschen wissen über die Auswirkungen eines Stichs Bescheid und versuchen aktiv, uns davor zu schützen. Doch unsere Fellnasen sehen in den herumschwirrenden Insekten willkommene Spielutensilien, jagen und schnappen sogar danach. Selbstverständlich können auch Katzen von Insekten gepiekst werden, Gott sei Dank sind die meisten Stiche jedoch völlig ungefährlich für sie. Trotzdem leiden auch unsere geliebten Vierbeiner unter den schmerzhaften Stichen, und trotz aller Ungefährlichkeit gibt es doch riskante Ausnahmen, die hier unbedingt besprochen werden sollten.

      Erste- Hilfe bei Insektenstichen

      Bei einem Stich kommt es darauf an, die Stichstelle schnell zu lokalisieren und die Insektenart zu bestimmen. Ist eine Biene der Übeltäter, so muss anders vorgegangen werden als bei einem Wespenstich, da der Stachel der Biene in der Haut verbleibt. Dieser muss schnell und vorsichtig entfernt werden, da durch die am Stachel verbliebene Giftblase immer mehr Gift in den Katzenkörper gelangt.
      Vorsicht! Auf die Giftblase sollte dabei kein Druck ausgeübt werden, da ansonsten auch das restliche Gift in die Wunde entleert werden kannEine Wespe betäubt mit ihrem Gift das Opfer, belässt jedoch den Stachel nicht in der Haut. Die Bestimmung der Insektenart erspart also eine lange Suche nach einem eventuell hängen gebliebenen Stachel und die Erste-Hilfe nach einem Stich kann sofort eingeleitet werden.

      In beiden Fällen sollte die Einstichstelle sanft und ohne Druck gekühlt werden. Die Katze leidet unter Schmerzen, ein zu hoher Druck würde diese Schmerzen noch verstärken, was nicht im Sinne des Erfinders ist. Feuchte Tücher eignen sich hervorragend für diesen Zweck, da sie weich sind und nicht drücken. Wer Traumeelsalbe, Spitzwegerich oder Lavendelöl zu Hause hat, kann diese Präparate auch gegen den Juckreiz einsetzen.


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      Wie bemerke ich, das meine Katze gestochen wurde

      Besonders häufig ziehen sich Katzen Stiche in die Pfote zu, was zum Glück nicht sehr gefährlich, aber doch sehr schmerzhaft ist. Das ist schnell passiert. Tritt der Freigänger bei einem seiner Steifzüge versehentlich auf ein sterbendes Insekt, so ist ein Stich vorprogrammiert. Die Katze wird gleich nach dem Stich laut miauen und sich ein ruhiges Eckchen suchen, wo sie sich verstecken und im wahrsten Sinne des Wortes die Wunden lecken kann. Wird dieses Verhalten beobachtet, sollte die Katze schnell an der Leck- und Nagestelle auf Stiche hin untersucht werden, um weitere Maßnahmen einleiten zu können. Hier sei übrigens noch gesagt, dass das Nagen oder Lecken der Katze unbedingt gestoppt werden muss, um sekundären Verletzungen, die Infektionen hervorrufen können, vorzubeugen.


      Stiche im Maul und im Rachen

      Jagende Katzen unterscheiden nicht zwischen Fliege, Biene oder Wespe. Hauptsache, es surrt und summt und lässt sich gut jagen. Schnappt die siegreiche Katze zu und erwischt dabei ein stechendes Insekt, wird sich dieses im Maul wehrenund sticht zu. Wie jeder weiß, schwellen Bienen- und Wespenstiche extrem schnell an, in einem so kleinen Rachen wie der der Katze schwellen die Schleimhäute an und versperren die Atemwege, sodass die Katze in kürzester Zeit erstickt. Die einzige Möglichkeit ist der schnellste Weg zum Tierarzt, ein Einträufeln von kaltem Wasser in das Mäulchen kann sich lindernd auf die Schmerzen und den Schwellungsverlauf auswirken.

      Vorbeugende Maßnahmen

      Zur Vorbeugung können beim Tierarzt verschiedene Präparate erworben werden. Ein kühlendes Gel hilft dabei, an besonders unzugänglichen Stellen oder an Stellen im Gesicht die nötige Abkühlung zu gewährleisten. Ein guter Tierarzt informiert jeden alarmierten Katzenbesitzer über homöopathische Mittelchen, welche im Notfall bei der Katze eingesetzt werden können. Bei Allergikern ist es notwendig, immer ein Notfallpräparat für den Weg in die Tierklinik parat zu haben.


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      Allergie

      Genau wie beim Menschen können auch Haustiere unter Allergien leiden. Sollte eine Allergie vermutet werden, muss umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden, um dies genauer abzuklären, ganz egal, wo die Stichstelle sich befindet. Im Falle einer Allergie wird der Tierarzt das lebenswichtige Gegengift spritzen.

      Symptomatisch für eine Anaphylaxie sind blasse Schleimhäute, Taumeln, Erbrechen, starke Unruhe,Fieber oder allgemeine Schlappheit, Teilnahmslosigkeit und Atemnot der Katze bis hin zu einer Ohnmacht. Wird eines dieser Symptome beobachtet, sollte schnellstmöglich das Notfallmittel eingesetzt und der nächste Tierarzt aufgesucht werden, um dem geliebten Vierbeiner das Leben zu retten.

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      Liebe Grüße, Christiane